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Biographie von Isgaard

edel - Biographie
Stand: 01/2003

ISGAARD kommt aus der Kälte herein: zierlich, 1,60 m groß, braune, wache Augen, blonde, lange Haare, perfekte, weiße Zähne. ISGAARD macht sich schnell einen Tee zum Aufwärmen. Dann fängt sie an, ein bisschen über sich zu erzählen.


Schnee mag sie lieber als Sonne. Ruhe, Meditation und Nachdenklichkeit zieht sie lauten Partys und Exaltiertheiten eindeutig vor. Auch in puncto Musik weiß sie, was sie will. Oder zumindest, was sie bestimmt nicht will: Allzu glattgebügelter Pop ist genauso wenig ihr Ding wie wummernde Techno-Klänge oder - auf der gegenüberliegenden Seite der E- und U-Musikachse - die reine Klassik. Heute sitzt ISGAARD also mit ihrer fürs Opernfach ausgebildeten und bei Popaufnahmen bereits häufig erprobten Stimme zwischen allen (musikalischen) Stühlen. Sie probiert sich aus, macht etwas ganz Eigenes. Der Hamburger Produzent Jens Lück unterstützt sie dabei.

ISGAARD stammt aus dem Norden der Republik, aus Husum in Schleswig-Holstein. Die Eltern wählten für ihre 1972 geborene Tochter einen isländischen Namen. ISGAARD bedeutet "Eisgarten" oder "Eishof". Da schwingen eine gute Prise Poesie, erfrischende Kälte und unaufdringliche Schönheit mit. Der Name passt.
Schon als Kind entdeckte ISGAARD ihre Liebe zum Gesang. Als Teenager war sie jahrelang im Kirchenchor. In dieser Zeit machte sie auch Bekanntschaft mit Musical-Klassikern (z. B. "West Side Story", "My Fair Lady"), die sie faszinierten. Doch wer traut sich schon auf dem Lande, an eine professionelle Sängerkarriere zu denken?

Nach dem Abitur zog die junge Husumerin in den Süden. Sie wollte bildende Künste studieren, doch statt dessen ließ sie sich als Werbekauffrau und Typografin ausbilden, um anschließend mit ihrem damaligen Freund, einem Musiker, eine kleine Werbeagentur zu gründen. Nebenbei begann sie in der Rockband ihres Freundes zu singen und nahm sogar einige Songs auf. Ein schöner Start ins Musikleben. Doch ISGAARD wollte mehr.
ISGAARD nahm klassischen Gesangsunterricht bei einem Lehrer in München, der ihr viel beibrachte, seiner begabten Schülerin dann aber irgendwann empfahl, sich an der Sängerakademie in Hamburg zu bewerben. ISGAARD wurde sofort aufgenommen. Also zurück in den Norden: Operngesang studieren. Das war 1996.

Bald lernte ISGAARD einige Musikproduzenten in Hamburg kennen. Sie war ihnen durch ihre helle, glasklare Stimme aufgefallen. Diese Stimme klingt niemals quäkig und umfasst drei Oktaven. ISGAARD ist eine so genannte Koloratursopranistin, was heißt, dass sie auch in exponierten Lagen, also in hohen Stimmbereichen, schnelle Läufe singen kann. Damit war sie geradezu prädestiniert für eine klassische "Königin der Nacht".
"Auf einer Opernbühne zu stehen und immer wieder Mozart, Verdi und Puccini zu singen - nein, das waren mir zu verstaubte Aussichten und bestimmt nicht mein Ziel", sagt ISGAARD. Da kamen Mirko von Schliefen und Christopher von Deylen mit dem auf Anspruch bedachten Danceprojekt Schiller und dem Album "Weltreise" gerade recht.
Sie baten ISGAARD um ihre Stimme - und hatten eine gute Wahl getroffen, wie sich später herausstellte. ISGAARD brachte zwei der "Weltreise"-Songs zum Abheben in höhere Sphären: "Ein schöner Tag" und "Dream of you" (mit Heppner). Ob es bloß Zufall war, dass gerade diese beiden Tracks zu Charthits avancierten? Angezogen von den beiden Single-Erfolgen schaffte es Schillers "Weltreise" jedenfalls im August 2001 auf den ersten Platz der deutschen Albumcharts. Im März 2002 wurde das Projekt darüber hinaus mit einem "Echo" ausgezeichnet.

Seitdem treibt ISGAARD ihre eigenen musikalischen Vorstellungen weiter voran, gemeinsam mit ihrem Produzenten und Komponisten Jens Lück (u.a. Kind of Blue, Privat), mit dem sie seit 1999 arbeitet.

Die beiden bewegen sich am äußersten Rand der Popmusik. Sie nehmen Songs auf, die einerseits mystisch klingen, andererseits die Seele besänftigen, aber dabei niemals in seichtes oder esoterisches Kling-Klong verfallen. Chill-out für Hörer jenseits des Teenageralters. Musik, die in Zeiten von Tiefkühlpizza und Handyterror einfach gut tut.
ISGAARD ist warm geworden. Jetzt muss sie schnell wieder los. Sie will ihre Yogastunde nicht verpassen. Danach ist sie - wie so oft - mit Jens Lück im Studio verabredet: neue Songs aufnehmen.

 
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